#Homelab · 4 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

AUFGERÄUMT! Unraid bringt 7.3.3 stabil raus — und zeigt in einer Testversion schon, was 7.4 alles kann

AUFGERÄUMT! Unraid bringt 7.3.3 stabil raus — und zeigt in einer Testversion schon, was 7.4 alles kann

Zwei Unraid-Versionen an einem Tag: Am 8. Oktober 2026 hat das Unraid-Team gleich zwei Releases veröffentlicht. Version 7.3.3 ist das neue stabile Update für alle produktiven Server. Parallel dazu gibt es mit 7.4.0-rc1 schon einen ersten Blick auf die nächste große Version — allerdings ausdrücklich nur zum Testen.

7.3.3 STABIL: Kleinkram mit echtem Sicherheitswert

Die stabile 7.3.3 bringt vor allem Sicherheits- und Stabilitätsfixes. Konkret wird die Ersteinrichtung des Root-Passworts gehärtet, privilegierte Terminal-Anfragen werden strenger geprüft, unsichere Weiterleitungen bei der API-Schlüssel-Autorisierung werden blockiert, die UPnP-Erkennung für den Fernzugriff verbessert und der Umgang mit Gastagent-Inhalten im VM-Manager sicherer gemacht.

Dazu kommen frische Versionsstände wichtiger Pakete: OpenSSL auf 3.5.8, Samba auf 4.22.11, PHP auf 8.4.26 und nginx auf 1.30.4. Die Docker-Engine springt von 29.5.3 auf 29.8.2, ZFS wechselt auf 2.4.4, und unter der Haube läuft jetzt Linux-Kernel 6.18.54-Unraid.

Praktisch für den Alltag: Drei hartnäckige File-Manager-Bugs sind behoben. Kopier- und Verschiebevorgänge in exklusive Nutzer-Shares scheiterten bisher manchmal an einem Symlink-Tiefenfehler, das Share-Dateisystem shfs blockierte sich selbst, wenn gleichzeitige Datei-Sperranfragen den FUSE-Arbeiterpool erschöpften, und ein Assertion-Fehler in shfs konnte dazu führen, dass /mnt/user komplett unerreichbar wurde. Alle drei Probleme sind nun gefixt.

7.4.0-RC1: Ein Blick auf die nächste Generation

Parallel läuft im „Next“-Zweig die erste Release-Candidate-Version von 7.4. Der auffälligste Neuzugang: Der Mover — das Werkzeug, das Dateien zwischen Cache und Array verschiebt — zeigt jetzt den Fortschritt in Echtzeit und behält dabei Hardlinks über Unterordner hinweg bei.

Dazu kommt eine neue Taskleiste, die Hintergrundaufgaben aus Plugins, Docker und VMs an einem Ort sammelt — Schluss mit dem Rätselraten, was der Server gerade im Hintergrund treibt. Besonders für Homelab-Nutzer mit mehreren Containern interessant: Docker-Container können sich jetzt mit mehreren eigenen Netzwerken gleichzeitig verbinden, und diese Verbindungen bleiben auch nach einem Update oder Neuerstellen des Containers bestehen. In der erweiterten Docker-Ansicht lässt sich außerdem das Arbeitsspeicher-Limit pro Container direkt einstellen. Wer am physischen Gehäuse den Power-Knopf anders belegen will, findet dafür jetzt eine eigene Option unter Settings → Power Settings.

Technisch setzt die RC auf denselben Unterbau wie 7.3.3 — Kernel 6.18.54, Docker 29.8.2, PHP 8.4.26, ZFS 2.4.4 — nur eben mit den neuen Funktionen obendrauf.

WICHTIG: RC bleibt RC

Das Unraid-Team ist bei 7.4.0-rc1 unmissverständlich: „Bitte nur auf einem Testsystem installieren.“ Eine Release Candidate ist zum Ausprobieren und Fehlermelden gedacht, nicht für den produktiven Einsatz auf einem Server, auf dem wichtige Daten oder Dienste laufen. Wer heute ein stabiles, aktuelles Unraid will, greift zu 7.3.3.

FAZIT: Zwei Tempi, ein Ziel

Unraid fährt sauber zweigleisig: Die stabile Schiene bekommt handfeste Sicherheitsfixes, ohne dass Nutzer auf neue, möglicherweise noch wacklige Funktionen warten müssen. Wer experimentierfreudig ist, kann parallel auf einem Testsystem schon reinschauen, wohin sich Unraid mit Version 7.4 entwickelt — vor allem die Multi-Netzwerk-Container dürften viele Homelab-Setups vereinfachen.

Häufige Fragen

Sollte ich sofort auf 7.3.3 updaten?
Ja, sofern du einen produktiven Unraid-Server betreibst. Die Version bringt mehrere Sicherheitsfixes, unter anderem bei der Root-Passwort-Einrichtung und der API-Schlüssel-Autorisierung, dazu drei behobene File-Manager-Bugs, die bislang zu blockierten Shares führen konnten.
Kann ich 7.4.0-rc1 auf meinem Hauptserver installieren?
Davon rät das Unraid-Team ausdrücklich ab. Eine Release Candidate dient zum Testen und Melden von Fehlern, nicht dem produktiven Betrieb. Wer wichtige Daten oder Dienste auf dem Server laufen hat, sollte bei der stabilen 7.3.3 bleiben, bis 7.4 offiziell freigegeben ist.
Was bringt mir die Multi-Netzwerk-Unterstützung für Docker-Container konkret?
Ein Container kann sich künftig gleichzeitig mit mehreren eigenen Docker-Netzwerken verbinden, statt wie bisher nur mit einem. Besonders praktisch: Diese Netzwerkzuordnung bleibt auch erhalten, wenn du den Container später aktualisierst oder neu erstellst — bisher musste man solche Einstellungen danach oft händisch wiederherstellen.
Wann wird Version 7.4 stabil veröffentlicht?
Dazu gibt es noch keinen festen Termin. Mit 7.4.0-rc1 liegt erst die erste Release-Candidate-Version vor, der übliche Weg bei Unraid führt über mehrere Beta- und RC-Stufen, bevor eine Version als stabil freigegeben wird.

Quellen

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