Ubiquiti hat UniFi OS 5.1.30 veröffentlicht. Im Paket stecken UniFi Network 10.5.67 und der Identity Sync Service 1.8.3. Auf dem Papier ein Wartungsupdate — praktisch behebt es ein paar Dinge, die richtig ärgerlich waren.
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DER WICHTIGSTE FIX: DEIN IPS WAR MÖGLICHERWEISE LEER
Das ist der Punkt, den du nicht überlesen solltest. Es gab einen Fehler, bei dem die Aktualisierung der IPS/IDS-Regeln fehlschlagen konnte — mit dem Ergebnis, dass gar keine Regeln aktiv waren.
Kurz zur Einordnung: IPS steht für Intrusion Prevention System. Es schaut sich deinen Datenverkehr an und blockt, was nach bekannten Angriffsmustern aussieht. Ohne geladene Regeln ist die Funktion zwar eingeschaltet — tut aber schlicht nichts.
In der Oberfläche sah alles grün aus. Der Schutz lief ins Leere. Genau die Sorte Fehler, die niemand bemerkt, bis es zu spät ist.
Passend dazu wurde die zugrunde liegende Erkennungs-Engine Suricata auf Version 8.0.6 gehoben.
PPPoE: NACH DEM NEUSTART WAR SCHLUSS
Ein Fehler, der in Deutschland überdurchschnittlich viele Leute trifft. Bei PPPoE-Anschlüssen — also praktisch jedem klassischen DSL-Anschluss — konnte die MTU-Einstellung von 1500 nach einem Neustart aufhören zu funktionieren.
Die MTU legt fest, wie groß ein einzelnes Datenpaket sein darf. Stimmt sie nicht, äußert sich das nicht als kompletter Ausfall, sondern als Zufallsärger: Manche Webseiten laden nicht, VPN-Verbindungen brechen ab, Videokonferenzen ruckeln. Und die Fehlersuche ist die Hölle, weil das Netz ja „grundsätzlich geht“.
WEITERE KORREKTUREN
- WAN-Überwachung mit LAN-DNS: Die Erreichbarkeitsprüfung konnte scheitern, wenn auf der WAN-Schnittstelle interne DNS-Server eingetragen waren.
- mDNS über Netzgrenzen: Entfernte mDNS-Hosts wurden teils nicht mehr gefunden — das ist der Dienst, über den Drucker, Chromecasts und Apple-Geräte sich gegenseitig entdecken. Wer seine Geräte in getrennte VLANs sortiert hat, kennt das Problem.
- Multicast-Blockierung und Regelaktualisierungen wurden nachgebessert.
- „Angemeldet bleiben“-Sitzungen funktionieren wieder zuverlässig.
- Fernzugriff abschaltbar: Bei über Fabric verbundenen UniFi-OS-Server-Konsolen lässt sich der Remote-Zugriff nun gezielt deaktivieren.
STABILER GEWORDEN
Neben den konkreten Fehlerbehebungen nennt Ubiquiti allgemeine Verbesserungen: robusteres WAN-Failover — also der automatische Wechsel auf die Zweitleitung —, geringerer Speicherverbrauch des IPS/IDS, sowie stabileres WLAN und zuverlässigere Funk-Uplinks. Auch das Sichern großer Datenbestände soll besser klappen.
SO GEHST DU BEIM UPDATE VOR
Ubiquiti rollt gestaffelt aus — es kann sein, dass die Version bei dir noch nicht angeboten wird. Das ist normal, kein Fehler.
1. Vorher eine Sicherung der Konfiguration ziehen und herunterladen.
2. Nicht mitten in der Hauptnutzungszeit updaten. Konsole und Zugangspunkte starten neu.
3. Danach unbedingt den IPS/IDS-Regelstatus kontrollieren — genau dafür ist das Update ja da.
4. Bei PPPoE anschließend die MTU nachsehen und einmal einen Neustart testen.
Wer noch mit einer alten Cloud Key-Generation oder einem separaten Controller hantiert: Die aktuelle Gerätegeneration wie das UniFi Cloud Gateway Ultra* vereint Router, Controller und IPS in einem Gerät und bekommt diese Updates direkt.
FAZIT: Kein spektakuläres Release, aber ein wichtiges. Vor allem der IPS-Fehler ist ein guter Grund, nicht bis nächsten Monat zu warten.