#Künstliche Intelligenz · 4 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

PAUKENSCHLAG IN CUPERTINO! Apple zeigt sein neues KI-Siri — und schließt Europa eiskalt aus

PAUKENSCHLAG IN CUPERTINO! Apple zeigt sein neues KI-Siri — und schließt Europa eiskalt aus

Es war der Abend, auf den Apple-Fans seit Jahren warten. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2026 hat Apple endlich gezeigt, was aus der großen Siri-Baustelle geworden ist — und das Ergebnis hat es in sich. Der neue Assistent heißt jetzt schlicht Siri AI und soll alles können, was die alte Sprachhilfe nie konnte.

NEUES SIRI: Es hört zu, liest mit und denkt nach

Siri AI führt erstmals echte Hin-und-her-Gespräche. Du musst nicht mehr jeden Befehl einzeln und exakt formulieren. Der Assistent kann lesen, was gerade auf deinem Bildschirm steht, und durchsucht auf Wunsch deine eigenen Nachrichten, Mails und Fotos, um eine Frage zu beantworten.

Neu ist auch eine eigene Siri-App für iPhone, iPad und Mac. Dort siehst du alte Unterhaltungen und Ergebnisse wieder — ähnlich wie bei ChatGPT oder Gemini. Damit holt Apple ein Stück weit auf, was die KI-Konkurrenz längst bietet.

DER PAUKENSCHLAG: Apple baut auf Google Gemini

Die größte Überraschung steckt unter der Haube. Apple bestätigte, dass die neuen Apple-Foundation-Modelle „in Zusammenarbeit mit Google und dessen Gemini-Modellen“ entstanden sind. Der iPhone-Konzern, der jahrelang auf eigene Technik pochte, holt sich also ausgerechnet bei Google Hilfe für die schwerste KI-Aufgabe.

Dazu kamen viele kleinere Apple-Intelligence-Funktionen: Tab-Verwaltung in Safari, Passwort-Updates mit einem Tipp und app-übergreifendes Kontextwissen.

BITTER FÜR EUROPA: Siri AI kommt vorerst NICHT in die EU

Und jetzt der Tiefschlag für deutsche Nutzer: Wegen des EU-Gesetzes Digital Markets Act (DMA) kann Apple Siri AI mit dem Start von iOS 27 und iPadOS 27 nicht in der Europäischen Union ausliefern. Laut Apple haben die EU-Regulierer keinen der vorgeschlagenen Lösungswege akzeptiert. Heißt für dich: Das spannendste Feature des Jahres bleibt hier zunächst außen vor.

Das steckt sonst in iOS 27 und macOS Golden Gate

Apple kündigte gleich eine ganze Software-Familie an: iOS 27, iPadOS 27, macOS Golden Gate, watchOS 27, tvOS 27 und visionOS 27. iOS 27 bekommt ein „Liquid Design“ mit regelbarer Transparenz und ein aufgewertetes Maps-Flyover. macOS 27 Golden Gate bringt eine einheitlichere Oberfläche, schnellere AirDrop-Übertragungen und flotteres Durchsuchen von Netzwerk-Dateien — praktisch, wenn du im Heimnetz ständig auf den NAS oder Server zugreifst. Wichtig: macOS 27 läuft nur noch auf Macs mit Apple-Silicon (M1 oder neuer).

Die erste Entwickler-Beta von iOS 27 ist bereits da, die öffentliche Beta wird für Juli erwartet, der fertige Release im September.

EXTRA: Tim Cooks Tränen-Abschied

Es war ein emotionaler Abend: Apple-Chef Tim Cook verabschiedete sich mit einer persönlichen Botschaft von der Bühne — laut Berichten war es seine letzte WWDC-Keynote, bevor er im September seinen Posten abgibt.

FAZIT: Großer Wurf mit europäischem Wermutstropfen

Apple liefert das lang erwartete Siri-Upgrade — aber zwei Dinge bleiben hängen: Die Hilfe von Google zeigt, wie schwer eigene KI selbst für Apple ist. Und der EU-Ausschluss trifft genau die Nutzer, die am gespanntesten waren.

Häufige Fragen

Was ändert sich für mich als Nutzer?
Siri wird zum neuen Siri AI und kann Gespräche führen, deinen Bildschirm lesen und deine eigenen Nachrichten, Mails und Fotos durchsuchen. Dazu kommt eine eigene Siri-App, in der du frühere Anfragen wiederfindest.
Wann ist Siri AI verfügbar?
Die Funktionen kommen mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS Golden Gate. Die Entwickler-Beta läuft bereits, die öffentliche Beta wird für Juli erwartet, der finale Release für September.
Bekomme ich Siri AI in Deutschland?
Vorerst nicht. Wegen des EU-Gesetzes Digital Markets Act kann Apple Siri AI zum Start von iOS 27 nicht in der EU ausliefern. Ob und wann es nachgereicht wird, ist offen.
Welche Geräte unterstützen die Updates?
macOS 27 Golden Gate läuft nur auf Macs mit Apple-Silicon (M1 oder neuer). Für iOS 27 nennt Apple die unterstützten iPhones in den Release-Notes — ältere Modelle fallen wie üblich heraus.

Quellen:

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