Der Preiskampf in der Cloud bekommt eine neue Runde: Cloudflare hat am 28. Mai 2026 endlich die Preise für R2 SQL verraten — und die liegen deutlich unter dem, was die großen Anbieter verlangen. Wer Daten abfragen will, ohne sich an Amazon oder Google zu ketten, hört jetzt genau hin.
So günstig wird das Daten-Abfragen JETZT
R2 SQL kostet künftig 2,50 US-Dollar pro Terabyte gescannter Daten (0,0025 $ pro Gigabyte). Zum Vergleich: Das ist die Hälfte des Preises von AWS Athena und sogar weniger als die Hälfte von Google BigQuery im On-Demand-Modell. Bei großen Datenmengen summiert sich dieser Unterschied schnell zu echtem Geld.
Was ist R2 SQL überhaupt? Es ist eine serverlose, verteilte Abfrage-Engine, die SQL direkt gegen Apache-Iceberg-Tabellen im R2 Data Catalog laufen lässt. Heißt für dich: Du legst deine Daten in Cloudflares Objektspeicher R2 ab und fragst sie per SQL ab — ohne eigene Datenbank-Server zu betreiben und ohne die berüchtigten Egress-Gebühren von R2.
Auch die Pipelines kriegen ein Preisschild
Cloudflare hat gleichzeitig die Preise für Cloudflare Pipelines offengelegt. Das ist die Streaming-Plattform, die Ereignisse einsammelt, sie per SQL umformt und in R2 schreibt. Der Daten-Eingang (Ingress) bleibt kostenlos, abgerechnet wird nach der Datenmenge, die durch die SQL-Transformationen läuft, und nach dem, was am Ende in den Zielspeicher geschrieben wird.
WICHTIG: Du zahlst noch nichts
Die gute Nachricht für Sparfüchse: Die Abrechnung ist noch nicht aktiv. Cloudflare verspricht, dass Kunden mindestens 30 Tage vorher gewarnt werden, bevor die Gebühren tatsächlich anlaufen. Bis dahin lässt sich beides risikolos ausprobieren.
Obendrauf gibt es im Cloudflare-Dashboard jetzt eine eigene R2-Data-Catalog-Oberfläche — mit Katalog-Übersicht, geführtem Einrichtungs-Assistenten, Einstellungen pro Katalog, Steuerung der Snapshot-Aufbewahrung und eingebauten Metriken.
FAZIT: Was heißt das fürs Homelab und kleine Teams?
Wer ohnehin auf Cloudflare setzt, bekommt hier ein günstiges, serverloses Datenlager, das ohne Egress-Kosten auskommt. Gerade für Analytics, Logs und Event-Daten ist das attraktiv — vorausgesetzt, du kommst mit dem offenen Iceberg-Format klar. Die 30-Tage-Warnfrist ist die perfekte Gelegenheit, das Ganze unverbindlich gegen deine bisherige Lösung zu testen.
Häufige Fragen
Was kostet R2 SQL konkret?
Wann startet die Abrechnung wirklich?
Brauche ich dafür eine eigene Datenbank?
Lohnt sich der Wechsel von AWS Athena?
Quellen: