#Künstliche Intelligenz · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

PAUKENSCHLAG! Anthropic gibt sein STÄRKSTES Modell für alle frei — und schnallt ihm einen Maulkorb um

PAUKENSCHLAG! Anthropic gibt sein STÄRKSTES Modell für alle frei — und schnallt ihm einen Maulkorb um

Erst die Warnung, dann der Knall: Nur Tage nachdem Anthropic gewarnt hatte, KI werde langsam zu mächtig, schiebt die Firma genau so ein Kraftpaket in die Öffentlichkeit. Claude Fable 5 ist da — und es ist das stärkste Modell, das Anthropic je für alle freigegeben hat. Der Clou: Es trägt von Werk aus einen Sicherheits-Maulkorb.

SCHOCK-LEISTUNG: Vorne in fast jedem Test

Anthropic nennt Fable 5 sein leistungsstärkstes öffentliches Modell. Auf nahezu allen geprüften KI-Benchmarks liegt es vorn — bei Softwareentwicklung, Wissensarbeit, Bildverständnis und wissenschaftlicher Recherche. Und je länger und kniffliger die Aufgabe, desto deutlicher zieht Fable 5 dem Wettbewerb davon. Genau das macht es für Entwickler und Firmen interessant, die komplexe, mehrstufige Aufgaben automatisieren wollen.

DER MAULKORB: Sensible Anfragen wandern zu Opus 4.8

Damit so ein Brocken gefahrlos in die Breite kann, hat Anthropic Wächter eingebaut. Erkennen die Klassifikatoren eine Anfrage rund um Cybersicherheit, Biologie/Chemie oder Modell-Distillation, wird sie nicht stumpf abgelehnt — sondern automatisch an das ältere, zahmere Claude Opus 4.8 weitergereicht. Anthropic zufolge greift dieser Notausgang im Schnitt in weniger als 5 Prozent aller Sitzungen. Für normale Nutzung merkst du davon also fast nichts.

DER ZWILLING: Mythos 5 nur für Auserwählte

Parallel startet Claude Mythos 5 — technisch dasselbe Modell, aber mit gelockerten Bremsen in einigen Bereichen. Mythos 5 bekommt nur ein kleiner Kreis aus Cyber-Verteidigern und Infrastruktur-Betreibern, zunächst über das Programm Project Glasswing gemeinsam mit der US-Regierung. Laut Anthropic hat es die stärksten Cyberabwehr-Fähigkeiten aller Modelle weltweit — genau deshalb bleibt es hinter Schloss und Riegel.

SO KOMMST DU RAN — und was es kostet

Über die Claude-API und verbrauchsbasierte Enterprise-Pläne ist Fable 5 ab sofort verfügbar. Noch besser: Von jetzt bis zum 22. Juni ist es in Pro, Max, Team und sitzbasierten Enterprise-Plänen ohne Aufpreis dabei. Danach zahlst du nach Verbrauch. Der API-Preis liegt bei 10 US-Dollar pro Million Eingabe-Token und 50 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token — doppelt so viel wie Opus 4.8, aber weniger als die Hälfte der früheren Mythos-Vorschau.

FAZIT: Anthropic geht den Drahtseilakt zwischen „maximale Power für alle“ und „bloß nichts Gefährliches rauslassen“. Für dich heißt das: ausprobieren, solange es gratis ist — und beobachten, wie gut der Maulkorb in der Praxis sitzt.

Häufige Fragen

Was ändert sich für mich als Nutzer?
Hast du Pro, Max oder Team, kannst du Fable 5 bis zum 22. Juni ohne Aufpreis nutzen — es ist Anthropics stärkstes öffentliches Modell. Im Alltag merkst du von den Sicherheitsfiltern kaum etwas; nur bei wenigen sensiblen Themen springt automatisch das ältere Opus 4.8 ein.
Wann ist Fable 5 verfügbar und was kostet es?
Über die Claude-API und Enterprise-Pläne ist es sofort live. Der API-Preis: 10 US-Dollar pro Million Eingabe-Token und 50 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token. In Pro, Max, Team und seat-basierten Enterprise-Plänen ist es bis zum 22. Juni inklusive, danach nach Verbrauch.
Worin unterscheiden sich Fable 5 und Mythos 5?
Es ist dasselbe Modell. Fable 5 hat eingebaute Schutzklassifikatoren und ist öffentlich. Mythos 5 hat diese Bremsen in einigen Bereichen gelöst und geht nur an ausgewählte Cyber-Verteidiger und Infrastruktur-Betreiber, anfangs über Project Glasswing mit der US-Regierung.
Ist das Modell jetzt gefährlich?
Anthropic hat Fable 5 bewusst abgesichert: Anfragen zu Cyber, Bio/Chemie oder Distillation werden an das zahmere Opus 4.8 umgeleitet. Das passiert im Schnitt in unter 5 Prozent der Sitzungen. Die volle, ungebremste Variante (Mythos 5) bleibt einem kleinen, geprüften Kreis vorbehalten.

Quellen: Anthropic, TechCrunch, AWS, CNBC

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