Wer in den letzten Tagen vergeblich auf eine wichtige Mail gewartet hat, ist nicht allein: Microsofts Exchange Online kämpft seit dem 2. Juni mit einer handfesten Störung — und zwar gleich auf drei Kontinenten.
Was genau passiert
Unter der Kennung EX1331830 meldet Microsoft einen Fehler in der Mail-Flow-Pipeline. Im Klartext: Nachrichten bleiben hängen. Manche kommen mit über einer Stunde Verspätung an, andere gar nicht. Offiziell bestätigt wurde die Störung um 10:33 EDT, nachdem sich Nutzer in den sozialen Medien gehäuft beschwert hatten.
SO weit reicht der Ausfall
Zuerst traf es Nordamerika und Deutschland. Dann weitete Microsoft den Kreis auf den gesamten europäischen und asiatisch-pazifischen Raum aus. Manche Nutzer sehen kryptische SMTP-Fehler wie „The maximum number of concurrent connections per resource forest has exceeded a limit“ oder „SuspiciousRemoteServerError“.
Stand der Dinge
Das Ärgerliche: Tagelang gab es keine Lösung und keine Ursache. Microsoft analysierte den Stau in den Mail-Warteschlangen Region für Region, um den Fehlerpunkt einzukreisen. Für Admins heißt das: abwarten und beobachten.
Was du jetzt tun kannst
- Status verfolgen: Im Microsoft-365-Admin-Center unter „Dienstzustand“ die Meldung EX1331830 im Auge behalten.
- Nicht doppelt senden: Verzögerte Mails kommen oft später trotzdem an — mehrfaches Senden verstopft die Warteschlange zusätzlich.
- Notfall-Kanal bereithalten: Für wirklich dringende Nachrichten einen alternativen Weg (Telefon, Messenger) nutzen.
- Absender informieren: Wer auf eine Antwort wartet, sollte wissen, dass es an der Störung liegt — nicht an dir.
FAZIT
Solche Großstörungen erinnern daran, wie abhängig viele Firmen von einer einzigen Cloud-Mail-Plattform sind. Ein Plan B für den Ernstfall — und sei es nur eine zweite Mail-Adresse — kann viel Stress sparen.