Für alle, die eigene KI-Modelle nicht nur im Mini-PC zuhause, sondern auf echter Server-Hardware betreiben wollen, hat Hetzner am 6. Oktober 2026 sein GPU-Portfolio erweitert: Der neue dedizierte Server GEX63 bringt eine der aktuell stärksten Workstation-GPUs von Nvidia direkt als mietbaren Root-Server.
DAS HERZSTÜCK: RTX PRO 6000 Blackwell Max-Q mit 96 GB VRAM
Kernstück des GEX63 ist eine NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Max-Q mit satten 96 GB GDDR7-ECC-VRAM. Die Karte setzt auf Tensor-Cores der 5. Generation und RT-Cores der 4. Generation — damit eignet sie sich sowohl für KI-Inferenz und Fine-Tuning als auch für 3D-Rendering, Simulationen und aufwendige Bild- und Sprachverarbeitung. Die „Max-Q“-Variante ist dabei auf ein besseres Verhältnis von Leistung zu Energieverbrauch und Lautstärke getrimmt als die volle Desktop-Version der Karte.
DER REST DER AUSSTATTUNG
Als Unterbau dient ein Intel Core Ultra 7 265 mit 8 Performance- und 12 Effizienz-Kernen, dazu 128 GB DDR5-RAM und zwei 1,92-TB-NVMe-SSDs der Datacenter-Edition in vierter Generation. Angebunden ist der Server mit einem 1-GBit/s-Port und unbegrenztem Traffic. Als Betriebssysteme stehen Debian und Ubuntu in 64-Bit zur Verfügung — das klassische Hetzner-Baukastenprinzip für Root-Server, nur eben mit massig GPU-Speicher obendrauf.
WO DU DEN SERVER BUCHEN KANNST
Der GEX63 ist aktuell am Standort Helsinki (HEL1) verfügbar. Für die genauen Kosten verweist Hetzner auf den eigenen Server-Konfigurator, der sowohl monatliche als auch stündliche Abrechnung anbietet, dazu eine einmalige Einrichtungsgebühr. Wer konkret plant, sollte den Preis also direkt im Konfigurator prüfen — die Tarife bei GPU-Servern ändern sich erfahrungsgemäß öfter als bei klassischen CPU-Servern.
WARUM 96 GB VRAM IM HOMELAB-KONTEXT ZÄHLEN
Für alle, die mit lokalen Sprachmodellen experimentieren, ist die VRAM-Größe oft der limitierende Faktor — nicht die reine Rechenleistung. Mit 96 GB GDDR7-ECC-Speicher lassen sich deutlich größere Modelle am Stück laden, als es mit den meisten Consumer-Grafikkarten möglich ist, ohne auf aufwendiges Modell-Sharding über mehrere Karten zurückgreifen zu müssen. Für Selbstständige, kleine Firmen oder ambitionierte Homelab-Betreiber, die eigene KI-Workloads nicht in der Multi-Tenant-Cloud der großen Anbieter laufen lassen wollen, ist ein gemieteter dedizierter GPU-Server wie der GEX63 eine Zwischenlösung zwischen „alles selbst kaufen“ und „alles bei Hyperscalern mieten“.
EINORDNUNG: Hetzner baut sein KI-Angebot konsequent aus
Der GEX63 ist nicht Hetzners erster GPU-Server mit Blackwell-Technik — zuvor hatte der Hoster bereits den größeren GEX131 mit derselben GPU-Generation vorgestellt. Die Erweiterung zeigt, dass Hetzner sein GPU-Portfolio gezielt in mehreren Leistungsklassen ausbaut, statt nur ein einzelnes Flaggschiff-Modell anzubieten — gut für alle, die zwischen Preis und Leistung eine passende Zwischenstufe suchen, statt gleich zum teuersten Angebot greifen zu müssen.