#Hardware · 4 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

KI-WUCHT! Hetzner schiebt JETZT den GEX63 raus — 96 Gigabyte GPU-Speicher für deine eigene KI

KI-WUCHT! Hetzner schiebt JETZT den GEX63 raus — 96 Gigabyte GPU-Speicher für deine eigene KI

Für alle, die eigene KI-Modelle nicht nur im Mini-PC zuhause, sondern auf echter Server-Hardware betreiben wollen, hat Hetzner am 6. Oktober 2026 sein GPU-Portfolio erweitert: Der neue dedizierte Server GEX63 bringt eine der aktuell stärksten Workstation-GPUs von Nvidia direkt als mietbaren Root-Server.

DAS HERZSTÜCK: RTX PRO 6000 Blackwell Max-Q mit 96 GB VRAM

Kernstück des GEX63 ist eine NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Max-Q mit satten 96 GB GDDR7-ECC-VRAM. Die Karte setzt auf Tensor-Cores der 5. Generation und RT-Cores der 4. Generation — damit eignet sie sich sowohl für KI-Inferenz und Fine-Tuning als auch für 3D-Rendering, Simulationen und aufwendige Bild- und Sprachverarbeitung. Die „Max-Q“-Variante ist dabei auf ein besseres Verhältnis von Leistung zu Energieverbrauch und Lautstärke getrimmt als die volle Desktop-Version der Karte.

DER REST DER AUSSTATTUNG

Als Unterbau dient ein Intel Core Ultra 7 265 mit 8 Performance- und 12 Effizienz-Kernen, dazu 128 GB DDR5-RAM und zwei 1,92-TB-NVMe-SSDs der Datacenter-Edition in vierter Generation. Angebunden ist der Server mit einem 1-GBit/s-Port und unbegrenztem Traffic. Als Betriebssysteme stehen Debian und Ubuntu in 64-Bit zur Verfügung — das klassische Hetzner-Baukastenprinzip für Root-Server, nur eben mit massig GPU-Speicher obendrauf.

WO DU DEN SERVER BUCHEN KANNST

Der GEX63 ist aktuell am Standort Helsinki (HEL1) verfügbar. Für die genauen Kosten verweist Hetzner auf den eigenen Server-Konfigurator, der sowohl monatliche als auch stündliche Abrechnung anbietet, dazu eine einmalige Einrichtungsgebühr. Wer konkret plant, sollte den Preis also direkt im Konfigurator prüfen — die Tarife bei GPU-Servern ändern sich erfahrungsgemäß öfter als bei klassischen CPU-Servern.

WARUM 96 GB VRAM IM HOMELAB-KONTEXT ZÄHLEN

Für alle, die mit lokalen Sprachmodellen experimentieren, ist die VRAM-Größe oft der limitierende Faktor — nicht die reine Rechenleistung. Mit 96 GB GDDR7-ECC-Speicher lassen sich deutlich größere Modelle am Stück laden, als es mit den meisten Consumer-Grafikkarten möglich ist, ohne auf aufwendiges Modell-Sharding über mehrere Karten zurückgreifen zu müssen. Für Selbstständige, kleine Firmen oder ambitionierte Homelab-Betreiber, die eigene KI-Workloads nicht in der Multi-Tenant-Cloud der großen Anbieter laufen lassen wollen, ist ein gemieteter dedizierter GPU-Server wie der GEX63 eine Zwischenlösung zwischen „alles selbst kaufen“ und „alles bei Hyperscalern mieten“.

EINORDNUNG: Hetzner baut sein KI-Angebot konsequent aus

Der GEX63 ist nicht Hetzners erster GPU-Server mit Blackwell-Technik — zuvor hatte der Hoster bereits den größeren GEX131 mit derselben GPU-Generation vorgestellt. Die Erweiterung zeigt, dass Hetzner sein GPU-Portfolio gezielt in mehreren Leistungsklassen ausbaut, statt nur ein einzelnes Flaggschiff-Modell anzubieten — gut für alle, die zwischen Preis und Leistung eine passende Zwischenstufe suchen, statt gleich zum teuersten Angebot greifen zu müssen.

Häufige Fragen

Was unterscheidet den GEX63 vom größeren GEX131?
Beide Server setzen auf dieselbe GPU-Generation, die Blackwell Max-Q von Nvidia. Der GEX63 positioniert sich als kompaktere, günstigere Einstiegsstufe in Hetzners GPU-Portfolio, während der GEX131 für noch anspruchsvollere Workloads gedacht ist. Welche Variante sinnvoll ist, hängt vor allem von der benötigten Rechenleistung und dem Budget ab.
Wofür reichen 96 GB VRAM in der Praxis?
96 GB GDDR7-ECC-VRAM erlauben es, deutlich größere KI-Modelle am Stück im Grafikkartenspeicher zu halten, als es mit typischen Consumer-Grafikkarten möglich ist. Das ist besonders für Fine-Tuning und Inferenz größerer Sprachmodelle relevant, aber auch für aufwendiges 3D-Rendering und Simulationen mit hohem Speicherbedarf.
Wo genau kann ich den GEX63 buchen und was kostet er?
Der Server ist aktuell am Standort Helsinki (HEL1) verfügbar. Die genauen Kosten für Monats- und Stundenabrechnung sowie die einmalige Einrichtungsgebühr nennt Hetzner nicht pauschal, sondern nur über den eigenen Server-Konfigurator auf der Hetzner-Webseite, da sich GPU-Preise öfter ändern als bei klassischen Servern.
Brauche ich für den GEX63 besondere Linux-Kenntnisse?
Grundkenntnisse im Betrieb eines Linux-Root-Servers sind sinnvoll, da Hetzner den Server mit Debian oder Ubuntu ausliefert und keine vorinstallierte KI-Software mitbringt. Treiber, Frameworks wie CUDA oder Ollama sowie die eigentliche KI-Anwendung müssen selbst eingerichtet werden – damit ist der GEX63 eher für Nutzer mit etwas Server-Erfahrung gedacht als für absolute Einsteiger.

Quellen

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