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Es ist das Schweizer Taschenmesser hinter fast jedem Medienserver — und es hat gerade das größte Update seit Jahren bekommen: FFmpeg 9.0, Codename „Lei“, ist am 4. August erschienen. Für alle, die zu Hause Videos transkodieren oder einen Jellyfin-Server betreiben, lohnt der Blick auf die Neuerungen.
Das ist neu in Version 9.0
Das Highlight für viele: natives animiertes WebP. FFmpeg bringt einen neuen WebP-Decoder und -Demuxer mit und liest animierte WebP-Dateien jetzt direkt, ohne externe Bibliothek. Dazu kommt ein ordentlicher Schub bei der Hardwarebeschleunigung: mehr Vulkan-Arbeit (etwa Vulkan-APV-Decoding, Apple-ProRes-RAW-Beschleunigung, ein v360-Filter) und ein Transpose-Filter über NVIDIA CUDA.
AMD erweitert seine AMF-Unterstützung deutlich — mit einem Framerate-Konverter, einem Video-Qualitäts-Verbesserer, erweiterten HDR-Fähigkeiten im Farbkonverter und Hardware-Memory-Mapping. Beim Audio gibt es HE-AAC-960-Decoding. Unter der Haube springen alle Kern-Bibliotheken auf neue Hauptversionen: libavcodec und libavformat ziehen in die 63er-Serie.
Warum dich das im Homelab freut
Wenn dein Jellyfin oder Plex on-the-fly transkodiert, macht das im Hintergrund fast immer FFmpeg. Bessere Vulkan- und AMF-Pfade bedeuten: mehr Streams gleichzeitig bei weniger CPU-Last, sauberere HDR-Umwandlung und weniger Ruckler auf schwächeren Endgeräten. Gerade wer seinen Medienserver auf einem kompakten Mini-PC mit potenter iGPU laufen lässt, holt aus der neuen Hardwarebeschleunigung spürbar mehr heraus.
Genau für so einen Transcode-Knoten eignet sich ein sparsamer Mini-Rechner mit starker integrierter Grafik — etwa der Minisforum UM790 Pro als Minisforum UM790 Pro Mini-PC*, der genug GPU-Dampf für mehrere parallele Streams mitbringt und dabei angenehm leise bleibt.
So kommst du an das Update
Am einfachsten wartest du, bis FFmpeg 9.0 über deine Distribution oder dein Docker-Image nachrückt — die großen Medienserver-Container aktualisieren ihre FFmpeg-Basis meist von selbst. Wer selbst kompiliert, sollte die Bibliotheks-Sprünge im Hinterkopf behalten: Da alle Kern-Libs neue Major-Versionen bekommen haben, müssen abhängige Tools gegebenenfalls neu gebaut werden.
Der Name „Lei“ ist übrigens eine Hommage: Das Release ist dem verstorbenen chinesischen Audio-/Video-Pionier Lei Xiaohua gewidmet. Passend dazu tut sich im Medienserver-Lager gerade einiges — zuletzt etwa bei Immich 3.0 und den Jellyfin-Updates.