#Homelab · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

DNS-ZAUBEREI! Dieses GRATIS-Tool pflegt deine Homelab-Adressen ganz allein — Schluss mit Tipparbeit

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Jeder Homelab-Bastler kennt den Frust: Neuer Container, neue VM — und schon wieder von Hand einen DNS-Eintrag pflegen. Ein neues Open-Source-Tool namens dnsweaver macht damit Schluss: Es beobachtet deine Infrastruktur und legt die passenden Adressen vollautomatisch an. Wir haben uns angesehen, was es kann.

UNGLAUBLICH praktisch: Das steckt dahinter

dnsweaver ist ein schlankes, in Go geschriebenes Tool. Es lauscht auf Docker-Events, Kubernetes-Ressourcen und Proxmox-VE-Cluster — und erstellt oder löscht DNS-Einträge automatisch, sobald sich etwas ändert. Du startest einen Container, dnsweaver legt den Eintrag an. Du löschst eine VM, der Eintrag verschwindet wieder. Keine vergessenen Karteileichen mehr in deiner DNS-Zone.

Der große Vorteil gegenüber Einzweck-Lösungen: dnsweaver beherrscht mehrere DNS-Provider gleichzeitig und unterstützt Split-Horizon-DNS — also unterschiedliche Antworten je nachdem, ob die Anfrage aus dem internen Netz oder von außen kommt.

So arbeitet es mit deinen Plattformen

In Kubernetes überwacht dnsweaver Ressourcen wie Ingress, IngressRoute, HTTPRoute und Service. In Proxmox VE erstellt es A-Records für VMs (über den QEMU-Gastagenten) und für LXC-Container automatisch. In Docker reagiert es auf Container-Events.

Praktisch fürs Heimnetz: Du kannst mehrere dnsweaver-Instanzen auf derselben DNS-Zone laufen lassen, ohne dass sie sich in die Quere kommen. Für mehr Sicherheit verbindet sich das Tool per TCP zu einem Docker-Socket-Proxy, statt den Socket direkt durchzureichen.

Lohnt sich der Umstieg?

Wer rein auf Kubernetes setzt, ist mit dem etablierten ExternalDNS weiter gut bedient. Aber genau für gemischte Homelabs, in denen Docker, Kubernetes und Proxmox nebeneinander laufen, spielt dnsweaver seine Stärke aus — es deckt alle drei Welten aus einer Hand ab. Ein ehrlicher Hinweis: Das Projekt wird derzeit hauptsächlich von einem einzelnen Entwickler gepflegt, dafür aber sehr aktiv. Für den produktiven Einsatz lohnt sich vorab ein Test in der Lab-Umgebung.

Damit das Ganze rund läuft, brauchst du natürlich einen verlässlichen Unterbau. Wer Proxmox samt Docker-Containern stromsparend zu Hause betreiben will, fährt mit einem kompakten Mini-PC wie dem Minisforum UM790 Pro* gut — genug Leistung für ein gemischtes Homelab, ohne den Stromzähler glühen zu lassen.

EXTRA-TIPP: Den Quellcode und die Doku findest du auf GitHub unter maxfield-allison/dnsweaver. Starte am besten mit einer einzelnen Testzone, bevor du dein Produktiv-DNS anbindest.

Häufige Fragen

Was macht dnsweaver genau?
dnsweaver ist ein Open-Source-Tool, das DNS-Einträge für Docker-, Kubernetes- und Proxmox-Workloads automatisch verwaltet. Es beobachtet deine Infrastruktur und legt passende Records an oder entfernt sie, sobald Container oder VMs entstehen oder verschwinden — ganz ohne manuelle Pflege.
Welche Plattformen werden unterstützt?
Docker (über Container-Events), Kubernetes (Ingress, IngressRoute, HTTPRoute, Service) und Proxmox VE (A-Records für VMs via QEMU-Gastagent sowie für LXC-Container). Zusätzlich beherrscht es mehrere DNS-Provider gleichzeitig und Split-Horizon-DNS.
Ist dnsweaver eine Alternative zu ExternalDNS?
Für reine Kubernetes-Setups bleibt ExternalDNS eine sehr gute Wahl. dnsweaver ist vor allem dann interessant, wenn Docker, Kubernetes und Proxmox in einem gemischten Homelab zusammenkommen — dann deckt es alle drei aus einer Hand ab.
Kann ich dnsweaver gefahrlos einsetzen?
Das Tool ist kostenlos und quelloffen, wird aber derzeit hauptsächlich von einem einzelnen Entwickler gepflegt. Für den Produktiveinsatz empfiehlt sich daher ein vorheriger Test in einer Lab-Umgebung mit einer separaten DNS-Zone.

Quellen: Tech2Geek, GitHub (maxfield-allison/dnsweaver). Mehr Empfehlungen findest du jederzeit unter /empfehlungen/.

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