Wer seinen eigenen Git-Server statt GitHub oder GitLab betreibt, bekommt mit Forgejo 17.0 ein ordentliches Update-Paket. Seit dem 15. Oktober ist die neue Version verfügbar — mit einem Spenden-Button, smarterem Autocomplete und zwei Breaking Changes, die du vor dem Upgrade kennen solltest.
NEU: EIN SPENDEN-BUTTON FÜR DEIN PROJEKT
Mit einer FUNDING.yml-Datei im Repository zeigt Forgejo jetzt automatisch einen „Spenden“-Button mit den hinterlegten Finanzierungsoptionen. Das Gleiche funktioniert über ein .profile-Repository auch auf der Profilseite ganzer Nutzer-Accounts oder Organisationen — praktisch für alle, die ihr Self-Hosted-Projekt öffentlich sichtbar unterstützen lassen wollen.
AUTOCOMPLETE, DAS MITDENKT
Tippst du in einem Issue, einem Pull Request oder einem Kommentar eine Raute (#), schlägt Forgejo jetzt automatisch passende Issues und Pull Requests vor. Ein Ausrufezeichen (!) grenzt die Vorschläge gezielt auf Pull Requests ein. Eine kleine Funktion mit großem Zeitgewinn, wenn du viel zwischen verlinkten Tickets hin- und herspringst.
BESSERE KONTROLLE FÜR ORGANISATIONEN
Wer mehrere Leute in einer Organisation verwaltet, bekommt zwei handfeste Verbesserungen: Einladungen zur Mitgliedschaft müssen jetzt aktiv angenommen oder abgelehnt werden und laufen standardmäßig nach 14 Tagen automatisch ab, statt unbegrenzt offen zu bleiben. Außerdem lassen sich Nutzer jetzt direkt zu mehreren Teams gleichzeitig hinzufügen oder einladen, statt jedes Team einzeln abzuklappern.
MEHR MUSKELN FÜR ACTIONS UND GIT LFS
Die Actions-API wächst um Endpunkte zum erneuten Ausführen einzelner Jobs oder ganzer Workflows, zum Filtern von Logs und zum Abruf im NDJSON-Format. Mit einem Forgejo Runner ab Version 13.2 zeigt Forgejo zusätzlich gerenderte Job-Summaries direkt in der Oberfläche. Auch Git LFS wurde weiter verbessert, ebenso das Pushen über AGit-Refs. Wer bislang von Bitbucket Data Center wegwollte, bekommt jetzt eine eingebaute Repository-Migration dafür.
ACHTUNG: ZWEI BREAKING CHANGES VOR DEM UPGRADE
Zwei Änderungen solltest du vor dem Update kennen:
- Absolute Links in gerenderten Dokumenten (etwa in der README) werden jetzt relativ zum Repository-Root aufgelöst — vorher galt der Root der gesamten Instanz. Verlinkst du in Markdown-Dateien auf andere Ressourcen, lohnt sich ein Blick, ob die Links nach dem Update noch stimmen.
- Die alten Action-Run-Webhook-Events gelten als veraltet und werden in einer künftigen Version entfernt — sie werden durch die flexibleren Workflow-Run-Events ersetzt. Wer eigene Webhook-Integrationen gebaut hat, sollte rechtzeitig umstellen.
EINORDNUNG FÜR DEIN HOMELAB
Forgejo 17.0 ist ein Non-LTS-Release, gepflegt bis zum 28. Januar 2027 — für reine Stabilität wählst du also besser eine LTS-Version, wer aber ohnehin regelmäßig aktualisiert, bekommt hier spürbar praktischere Kleinigkeiten statt eines reinen Sicherheitsupdates. Der Fork von Gitea bleibt damit bei seinem Tempo: regelmäßige, überschaubare Releases statt seltener Mega-Updates.