#Linux & Open Source · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

FRISCHE ISOS! Manjaro 26.1.1 zieht Kernel 7.2 nach — und du sparst dir die halbe Update-Nacht

FRISCHE ISOS! Manjaro 26.1.1 zieht Kernel 7.2 nach — und du sparst dir die halbe Update-Nacht

Das Wichtigste in Kürze

  • Manjaro 26.1.1 ist erschienen — das erste Point-Release der 26.1-Serie.
  • An Bord: Linux-Kernel 7.2, KDE Frameworks 6.29 und Mesa 26.1.7.
  • Für bestehende Installationen ist es kein Pflichtupdate — die Pakete kommen ohnehin über die normalen Updates.
  • Der Gewinn liegt bei Neuinstallationen: aktuellere Hardware-Unterstützung ab dem ersten Start.

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (mit * gekennzeichnet). Kaufst du über einen dieser Links, erhalte ich eine kleine Provision — für dich ändert sich der Preis nicht.

Manjaro hat nachgelegt: Mit 26.1.1 gibt es das erste Point-Release der aktuellen Serie — und die frischen ISO-Abbilder bringen einen deutlich neueren Unterbau mit als noch vor ein paar Monaten.

Was drinsteckt

Die wichtigsten Bausteine des Updates:

  • Linux-Kernel 7.2 — die aktuelle Hauptlinie. Sie bringt unter anderem breitere Unterstützung für neuere Hardware mit.
  • KDE Frameworks 6.29 — der Bibliotheks-Unterbau der Plasma-Oberfläche, in frischer Fassung.
  • Mesa 26.1.7 — die freien Grafiktreiber für AMD- und Intel-Grafik. Relevant für alles, was auf dem Bildschirm gezeichnet wird.

Was ein Point-Release eigentlich ist

Manjaro ist eine sogenannte Rolling Release-Distribution: Es gibt keine großen Versionssprünge, du bekommst Neuerungen laufend über die normalen Systemupdates. Wozu dann überhaupt eine neue Versionsnummer?

Ganz einfach: Die Installationsabbilder veralten. Wer ein ISO von vor sechs Monaten benutzt, installiert erst mal alten Stand — und darf dann Gigabyte an Updates nachziehen. Ein Point-Release ist im Kern ein aufgefrischtes ISO.

Für dich heißt das konkret: Läuft Manjaro bereits, brauchst du gar nichts zu tun. Ein sudo pacman -Syu holt dieselben Pakete. Installierst du neu, lade unbedingt das aktuelle Abbild — das spart die erste lange Update-Runde und vermeidet Ärger mit Hardware, die der alte Kernel noch nicht kennt.

Für wen sich der frische Kernel besonders lohnt

Kernel 7.2 ist vor allem bei neuerer Hardware der Unterschied zwischen „läuft“ und „läuft nicht“. Typische Kandidaten sind aktuelle WLAN-Chips, frische Grafikeinheiten und neuere Notebook-Plattformen. Wenn du auf einem älteren Kernel schon einmal mit einem toten WLAN-Adapter gekämpft hast, kennst du das Problem.

Auf betagter Hardware bringt der Sprung dagegen wenig Sichtbares — dort läuft ohnehin schon alles.

Manjaro im Homelab

Als Serverbetriebssystem ist Manjaro nicht die naheliegende Wahl; dafür sind Debian oder eine RHEL-Variante die ruhigeren Kandidaten. Als Arbeitsplatz-System neben dem Homelab spielt es seine Stärke aber aus: Du bekommst sehr aktuelle Software, ohne selbst Arch Linux von Hand aufsetzen zu müssen.

Wenn du das erst einmal ausprobieren willst, ohne deinen Hauptrechner anzufassen, ist ein kleiner Mini-PC ein günstiger Spielplatz — ein Gerät wie der Minisforum UM790 Pro* hat genug Reserven für Desktop und ein paar virtuelle Maschinen nebenher.

Vor dem Update: kurz absichern

Auch bei einem Rolling Release gilt die alte Regel: Erst Backup, dann Update. Manjaro legt bei Btrfs-Dateisystemen auf Wunsch automatische Snapshots an — praktisch, wenn ein neuer Kernel doch einmal mit deiner Grafikkarte hadert.

Und ein Tipp aus der Praxis: Behalte einen älteren Kernel installiert. Manjaro erlaubt mehrere Kernel-Versionen parallel, du kannst im Bootmenü einfach zurückwechseln.

Häufige Fragen

Muss ich neu installieren, um 26.1.1 zu bekommen?

Nein. Manjaro ist ein Rolling Release — die Pakete kommen über die normalen Systemupdates. Das Point-Release betrifft nur die Installationsabbilder für Neuinstallationen.

Ist Kernel 7.2 stabil genug für den Alltag?

7.2 ist die reguläre stabile Hauptlinie, kein Testkernel. Wer maximale Ruhe möchte, kann in Manjaro alternativ eine LTS-Linie installieren, die länger gepflegt wird.

Was ist der Unterschied zwischen Manjaro und Arch Linux?

Manjaro baut auf Arch auf, verzögert Paket-Updates aber um einige Tage für zusätzliche Tests und bringt einen grafischen Installer sowie Werkzeuge zur Kernel- und Treiberverwaltung mit.

Welche Oberfläche soll ich nehmen?

Manjaro bietet unter anderem KDE Plasma, GNOME und Xfce an. KDE ist am umfangreichsten anpassbar, Xfce am genügsamsten — für ältere Hardware ist Xfce meist die bessere Wahl.

Quellen

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert