#Hardware · 4 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

ZIMACUBE-HAMMER! IceWhale schickt den NAS-Hybrid mit GPU-Slot ins Rennen – so packst du JETZT 212 TB!

ZIMACUBE-HAMMER! IceWhale schickt den NAS-Hybrid mit GPU-Slot ins Rennen – so packst du JETZT 212 TB!

Ein NAS, das tut, was es will. IceWhale Technology hat den ZimaCube 2 ausgeliefert und damit das vermutlich offenste Personal-Cloud-Gerät auf dem Markt 2026. Sechs SATA-Bays, vier NVMe-Slots, ein freier PCIe-Slot – und ein Betriebssystem, das nicht alles weglocken will.

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SCHOCK: 212 TB Speicher in einem Würfel

Die Hybrid-Architektur ist die wichtigste Neuerung. Sechs 3,5-Zoll-SATA-Bays nehmen Massendaten auf, vier M.2-NVMe-Slots liefern den schnellen Cache. Macht roh bis zu 212 TB. Wer Foto- oder Videostudio betreibt, packt damit eine Edit-Bay, ein Backup-Ziel und ein Cold-Archive in dasselbe Gehäuse.

Auf der Vorderseite sitzt zusätzlich ein Thunderbolt-4-Port. Praktisch, wenn der ZimaCube 2 als Direct-Attached Storage am Schnittplatz hängen soll, ohne 10-Gigabit-Netzwerk verlegen zu müssen.

UNGLAUBLICH: Offener PCIe-Slot

Das Killerfeature steckt im hinteren Bereich. Der PCIe-4.0-Slot nimmt eine GPU, einen 25-GbE-NIC oder eine NVMe-Erweiterung auf. Im Creator-Pack liefert IceWhale gleich eine NVIDIA RTX Pro 2000 mit – ideal für Frigate-CCTV-Setups, Immich-KI-Tagging oder lokale LLM-Inferenz mit kleineren Modellen.

Plex- und Jellyfin-Nutzer profitieren von der GPU-Transkodierung in Echtzeit, ohne den Host-Prozessor zu belasten. Auch Foto-Workflows mit Immich-Smart-Search laufen mit dedizierter GPU mehrere Größenordnungen schneller.

So holst du das Maximum heraus

  1. Storage-Layout planen. Sechs SATA-Bays als RAID-Z2 für Daten, zwei NVMe als Mirror für VMs und Container, zwei NVMe für L2ARC oder schnelle Datasets.
  2. ZimaOS oder Debian. Out-of-the-box läuft ZimaOS, ein freundlicher CasaOS-Fork mit Docker-Compose-UI. Wer mehr Kontrolle will, installiert Debian und holt sich Docker oder Podman selbst.
  3. GPU einbauen. Die RTX Pro 2000 liefert IceWhale im Creator-Pack mit – andere Karten passen, sofern sie unter 75 Watt bleiben oder den 8-Pin-Stecker korrekt nutzen.
  4. Backup-Ziel definieren. Ein zweites NAS, ein günstiges Storage-Box-Konto bei Hetzner Cloud* oder ein Cold-Archive auf USB-Disk – ein NAS ohne Off-Site-Backup ist kein NAS.

EXTRA-TIPP: Lärm und Strom im Blick

IceWhale gibt Idle-Verbrauch mit rund 30 Watt an, mit voller Disk-Last steigt das auf 80 Watt. Lautstärke ist mit den mitgelieferten Lüftern okay, wer das Gerät im Wohnzimmer betreiben will, sollte trotzdem über zwei leise Noctua-Lüfter nachdenken. Die SATA-Slots sind ohne Werkzeug zugänglich, der Wechsel dauert maximal eine Minute.

FAZIT: Synology bekommt ernsthafte Konkurrenz

ZimaCube 2 ist der bisher klarste Schuss vor den Bug von Synology. Offene Hardware, offenes OS, GPU-Slot. Wer beim NAS endlich mal selbst entscheiden will, was läuft, hat ab heute eine starke Option – und keine Whitelist im Weg.

Häufige Fragen

Wann ist das Produkt verfügbar?
ZimaCube 2 ist seit dem 29. April 2026 im offiziellen Zima-Store erhältlich. Erste Bestellungen werden laut IceWhale ab Mai ausgeliefert. Die Creator-Pack-Variante mit RTX Pro 2000 hat eine etwas längere Lieferfrist – die Karte wird in Kleinauflage gefertigt und parallel zum NAS gebündelt.
Was kostet es?
Drei Konfigurationen: Standard mit Core i3-1215U, 8 GB RAM und 256 GB SSD ab 799 US-Dollar, Pro mit Core i5-1235U, 16 GB RAM und 256 GB SSD für 1299 US-Dollar, Creator-Pack mit gleichem i5, 64 GB RAM, 1 TB SSD und NVIDIA RTX Pro 2000 GPU für 2499 US-Dollar. Festplatten sind nicht enthalten.
Lohnt es sich gegenüber Synology oder Ugreen?
Wer GPU-Beschleunigung, große Hybrid-Storage-Layer und ein wirklich offenes Betriebssystem will, fährt mit ZimaCube 2 besser. Synology setzt auf ein geschlossenes DSM mit eigener Festplatten-Whitelist, Ugreen ist günstiger, aber ohne PCIe-Slot. ZimaOS basiert auf Debian und Docker – wer Linux gewohnt ist, fühlt sich sofort zu Hause.
Welche Anwendungsfälle deckt es ab?
Foto- und Videostudios mit Immich, Plex, Jellyfin oder Frigate profitieren vom GPU-Slot für Transcoding und KI-Indexing. Homelabber bauen damit kompakte Proxmox-light-Setups; mit Thunderbolt 4 und 25-Gigabit-NIC-Option ist das Gerät auch als Edit-Bay oder Edge-Compute-Node interessant.

Quellen