OPENSOURCE-BEBEN! Mitchell Hashimoto, Mitgründer von HashiCorp und Erfinder von Vagrant, Terraform und Vault, zieht Ghostty von GitHub ab. Begründung: tägliche Ausfälle machen Arbeit unmöglich. Für GitHub ist das ein Symbolschlag — und könnte eine Welle auslösen.
UNGLAUBLICH: Ein Tagebuch voller X
Hashimoto hat jeden Tag, an dem ein GitHub-Outage seine Arbeit blockiert hat, mit einem X markiert. Sein Fazit nach Wochen: fast jeder Tag bekam ein X. Den Auslöser für den Schritt liefert ein Vorfall vom 28. April: Pull-Requests gingen wegen eines Elasticsearch-Bugs nicht mehr durch. Sein Statement: „GitHub is no longer a place for serious work.“
Hashimoto ist nicht irgendwer. GitHub-User-ID 1299, dabei seit Februar 2008. 18 Jahre auf der Plattform. Wenn er aussteigt, ist das kein Newbie-Frust, sondern ein Veteran-Verdikt.
SCHOCK-DETAIL: Ghostty bleibt — als Mirror
Hashimoto kündigt nicht einen Tag-1-Cut an, sondern eine schrittweise Migration. Ghostty (sein quelloffener Terminal-Emulator) bleibt zunächst als Read-Only-Mirror auf GitHub. Die echte Entwicklung — Issues, Code-Reviews, CI — wandert ab. Wohin genau, sagt er noch nicht; mehrere Hoster (kommerziell und FOSS) sollen in Verhandlungen sein.
Persönliche Projekte bleiben übrigens auf GitHub. Hashimoto trennt sauber: Was an ihm hängt, kann er pragmatisch dort lassen. Was eine Community trägt, bekommt eine zuverlässigere Heimat.
HAMMER-MOMENT: Hashimoto ist nicht der erste
Im Dezember 2025 ist Zig als Sprache zu Codeberg migriert — mit Verweis auf „rotted engineering culture“ und KI-Obsession bei GitHub. Der ESPHome-Maintainer-Streit Anfang 2026, einige Kernel-Subprojekte, jetzt Hashimoto: das ergibt eine Bewegung, keine Einzelfälle.
EXTRA-TIPP: Was kannst du daraus für deine Projekte ableiten?
Du musst nicht sofort migrieren. Aber drei Dinge sollten 2026 für jedes Projekt gelten:
- Read-Only-Mirror irgendwo anders. Codeberg, Forgejo, Sourcehut. Kostenlos einrichten, automatisch syncen — fertig.
- CI portabel halten. Wer GitHub Actions tief verschachtelt hat, hängt am Anbieter. Ein
justfileoder ein Container-basierter Pipeline-Runner macht den Wechsel später schmerzlos. - Issues regelmäßig exportieren. JSON-Dump aller offenen Tickets als wöchentliches Backup. Klein, aber gold wert, wenn die Plattform mal Tage Down-Zeit hat.
WARNUNG: Ein Mirror ist KEIN Backup-Strategie
Falle, in die viele tappen: Mirror-Einrichten heißt nicht, dass die Codebase tatsächlich auf der zweiten Plattform läuft. Repository ist gespiegelt, aber Issues, Pull-Requests, CI-Setups, Webhooks — die wandern nicht von alleine. Wenn du wechseln musst, brauchst du einen Plan, der das alles abdeckt.
FAZIT: GitHub muss aufpassen
GitHub steht 2026 unter Druck. Microsoft als Eigentümer, AI-Features, die teilweise nervig sind, und eine Reliability, die seit Wochen Schlagzeilen produziert. Hashimotos Schritt ist ein Weckruf. Für GitHub: Reliability VOR AI-Features. Für dich als Maintainer: Mirrors einrichten, Pipelines portabel halten, Daten regelmäßig dumpen. Plattform-Lock-in ist 2026 ein Risiko, das man nicht leichtfertig eingehen sollte.