#Homelab · 4 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

UNRAID-HAMMER! 7.3.0-rc.2 stopft EINE eskalierende Kernel-Lücke und hievt Boot-Treiber rein — SOFORT auf der Test-Kiste!

UNRAID-HAMMER! 7.3.0-rc.2 stopft EINE eskalierende Kernel-Lücke und hievt Boot-Treiber rein — SOFORT auf der Test-Kiste!

Lime Technology hat am 6. Mai 2026 den zweiten Release-Candidate für Unraid 7.3.0 veröffentlicht. Der RC2 baut auf RC1 auf und stopft Dutzende Bugs aus dem internen Boot, der Storage-Engine, der Virtualisierung, dem Docker-Stack und der WebGUI. Die wichtigste Nachricht: Der 7.3-Kernel enthält den Patch für CVE-2026-31431, eine lokale Privilegien-Eskalation namens »Copy Fail«.

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UNGLAUBLICH: Boot-Treiber-Liste wächst

Wer einen alten ServeRAID, Adaptec-mvsas-Controller oder einen HPE smartpqi im Server hatte, wartete auf diesen Release. Der RC2 bringt Treiber für genau diese Chips ins Boot-Image. Heißt: Du musst den Stick nicht mehr modifizieren oder ein Custom-Bzimage backen — der Stock-Unraid bootet direkt durch.

Auch Hardware aus dem alten HBA330-Umfeld ist jetzt drin. Lime Technology nennt das offen »Internal Boot Driver Coverage« und liefert in den Release-Notes eine ehrliche Liste der unterstützten Chips. Wer einen frischen Cisco-UCS-Server gebraucht gekauft hat, sollte den RC2 testen — der bisher tote Boot könnte plötzlich laufen.

GEFAHR-WEG: CVE-2026-31431 Privilege Escalation

Der Sicherheits-Hauptpunkt sitzt im Kernel: CVE-2026-31431, »Copy Fail« genannt, erlaubt unprivilegierten lokalen Nutzer:innen das Erlangen von Root-Rechten über einen kaputten Kopier-Pfad im VFS. Auf einem Single-User-Homelab ist die Lücke selten, weil meistens niemand untergeordnete Logins hat. Aber sobald du Container, Tailscale-User oder eingebundene Storage-Boxes hast, kann der Pfad zum Problem werden.

Zusätzlich kommt WebGUI-Session-Hardening. Lime Technology hat die Auth-Session-Behandlung gehärtet: Tokens leben kürzer, Replays sind blockiert. Heißt für dich: nochmal frisch einloggen nach dem Update.

WAS NOCH? Docker 29.4.1, ZFS-Fixes, VM-Stabilität

Der Container-Stack zieht auf Docker 29.4.1 nach — die letzte Version brachte CVE-Patches im Daemon. Wer mehrere Compose-Stacks fährt, profitiert direkt. ZFS-Edge-Cases aus dem RC1 (Snapshot-Cleanup, ungewöhnliche Pool-Layouts) sind erschlagen, und VMs mit älteren Machine-Types booten wieder, statt im OVMF-Loader hängen zu bleiben.

Auch der QEMU-Patch-Set für ältere CPU-Modelle (Sandy Bridge und älter) ist aktualisiert. Wer einen alten Xeon E5 als Migration-Target hat, sollte prüfen, ob die VM-Templates jetzt sauber durchstarten.

So updatest du SOFORT — auf der TEST-Kiste!

Wichtigster Hinweis aus den Release-Notes: Nicht auf den Produktiv-Server. Lime Technology empfiehlt explizit ein Test-System mit identischem Hardware-Profil. Auf dem Tester schaltest du im Updates-Plugin den Next-Branch ein, ziehst dir 7.3.0-rc.2 und rebootest.

Bevor du startest: Flash-Backup via »Tools → Flash Backup« ziehen, eine Kopie nach Off-Site sichern, und am besten ein zweites Backup deiner appdata-Container raus. Beim Downgrade zurück auf 7.2.5 funktioniert der Stick zwar weitestgehend, aber Docker 29.4.1 schreibt Datenbankformate, die nach 28er-Releases stören können.

EXTRA-TIPP: Test-Plan für RC2

Was du im Test minimal abklopfen solltest: SMB- und NFS-Shares aus Mac und Linux, einen Tower-Reboot mit ZFS-Pool drunter, einen Container-Stack-Restart, und mindestens eine VM mit dem ältesten Machine-Type, den du in Produktion nutzt. Wenn das durchläuft, ist der Reboot-Tag in einer Woche Pflicht-Routine, kein Drama.

FAZIT: Stabil-Status rückt näher

Mit RC2 kommt 7.3 in greifbare Stabil-Reichweite. Lime Technology hält das Tempo: erst der RC1 mit dem großen Feature-Drop, jetzt RC2 mit Bug-Klärung und einem ernst zu nehmenden Kernel-CVE-Patch. Die finale 7.3.0 könnte schon in 2 bis 3 Wochen droppen. Wer Lust auf vorab-Testen hat, hat jetzt das richtige Wochenende — und wer noch keine Lizenz für Unraid* besitzt, kann das RC-Wochenende für eine fundierte Kaufentscheidung nutzen.

Häufige Fragen

Was ist neu in dieser Version?
RC2 bringt vor allem Bugfixes aus RC1: ZFS-Edge-Cases sind erschlagen, der WebGUI-Login wurde gehärtet, Docker zieht auf 29.4.1 und der Kernel patcht CVE-2026-31431. Außerdem unterstützen mvsas und smartpqi jetzt das interne Boot-Image, sodass mehr Hardware ohne Custom-Stick durchstartet.
Lohnt sich das Update sofort oder kann ich warten?
Auf Produktiv-Servern: warten, bis 7.3.0 final droppt. Auf Test-Servern: jetzt installieren, weil Lime Technology auf Tester:innen-Reports angewiesen ist und CVE-2026-31431 sonst auf 7.2.5 offen bleibt. Wer weder Test- noch Produktiv-Trennung hat, sollte zumindest ein Flash-Backup vor dem Update sichern.
Bricht das Update bestehende Konfigurationen?
Bei sauberem Upgrade nicht. Risiko-Bereiche: Plug-ins aus Community Apps, die sich auf alte Kernel-Module verlassen, sowie Custom-VM-Templates mit sehr alten Machine-Types — die hat RC2 zwar repariert, aber bei exotischen Setups lohnt sich vorher das Forum-Studium.
Wie führe ich das Update durch?
Tools → Update OS → Branch auf ’next‘ stellen → 7.3.0-rc.2 wählen → Install und Reboot. Vorher Flash-Backup sichern. Nach dem Boot rollst du Docker-Container in Test-Reihenfolge an und prüfst, ob Plugins, ZFS-Pools und VMs anlaufen.

Quellen

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