Wenn die Ransomware-Bande Everest einen Payment-Riesen aufs Korn nimmt, hört die ganze Finanzwelt hin. Am 3. Mai 2026 hat die Gruppe Fiserv — einen der weltgrößten Finanztechnologie-Anbieter — auf ihre Erpressungs-Leak-Site gesetzt. Tausende Banken weltweit laufen auf Fiserv-Backends. Der Vorfall ist ein Mega-Schock für die gesamte Banken-Welt — und für deine Karte.
SCHOCK: Doppel-Erpressung gegen Fiserv
Everest spielt sein altes Spiel: Erst Daten erbeuten, dann verschlüsseln, dann auf der Leak-Site Druck aufbauen. Bei Fiserv läuft genau dieses Schema gerade. Die Bande hat am 3. Mai einen Eintrag auf ihre Onion-Seite gesetzt und Fristen für die Daten-Veröffentlichung angedroht.
Hookphish, Ransomware.live und RedPacketSecurity haben den Eintrag bestätigt. Wieviele Daten wirklich abgegriffen wurden, sagt Everest aber bewusst nicht — der Druck-Effekt ist größer, wenn die Opferfirma im Dunkeln tappt.
UNGLAUBLICH: Tausende Banken im Hintergrund
Fiserv betreibt Core-Banking-Plattformen, Karten-Acquiring und Online-Banking-Backends für Tausende Finanzinstitute. Wenn der Hack tief gegangen ist, könnten Konto-Nummern, Karten-Daten und Antrags-Bestände betroffen sein. Schon allein die Vorstellung lässt jeden Compliance-Officer kalten Schweiß bekommen.
Bisher gibt es keine öffentliche Zahl an gekürzten Datensätzen. Aber: Der Verkauf solcher Daten passiert oft erst Wochen nach dem ersten Leak-Eintrag. Banken sollten sich auf eine harte Phase einstellen.
HAMMER: Was Bankkunden JETZT tun
- Push-Alerts aktivieren in der Banking-App — für jede Transaktion ab 1 Euro.
- Online-Banking-Passwort wechseln, wenn du seit Monaten dasselbe nutzt.
- Karten-Statement täglich checken — die nächsten 60 Tage besonders aufmerksam.
- Kontaktloses Bezahlen kurzfristig auf 25 Euro Limit setzen, falls deine Karte betroffen ist.
- Phishing-Mails mit „Karten-Sperrung wegen Sicherheitsvorfall“ niemals klicken.
EXTRA-TIPP: Karten-Tokenisierung nutzen
Wer Apple Pay, Google Pay oder Garmin Pay nutzt, ist beim physischen Bezahlen besser geschützt — die Geräte verwenden Token, nicht die echte Kartennummer. Selbst wenn deine Original-Karte im Fiserv-Leak ist, läuft kontaktloses Bezahlen weiter sicher. Mein Tipp: Wechsle die Lieblings-Karte ins Wallet, nicht aus der Tasche.
SO ordnet sich der Vorfall ein
Everest hat in den letzten Monaten eine brutale Serie an Finanz-Opfern angeführt. Fiserv ist nur das jüngste — vergangene Woche traf es zudem mehrere kleinere Versicherer. Bemerkenswert: Die Gruppe arbeitet mit ShinyHunters, der Truppe hinter dem Instructure-Canvas-Leak, an Daten-Verkäufen zusammen.
FAZIT: Fiserv betroffen heißt: Banken weltweit haben heute Krisen-Calls. Für dich als Kunde ist Wachsamkeit jetzt das Wichtigste. Statement checken, Push-Alerts an, Phishing wegklicken. Und dran denken: Banken rufen NIE an, um TANs abzufragen.
Quellen
- Hookphish — Ransomware Group Everest Hits Fiserv
- Ransomware.live — Victim Fiserv
- RedPacket Security — Everest Ransomware Victim Fiserv