#Hardware · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

BEELINK-HAMMER! Me Pro stopft 22 TB ins Mini-NAS — DEIN Synology zittert

BEELINK-HAMMER! Me Pro stopft 22 TB ins Mini-NAS — DEIN Synology zittert

Du willst einen Mini-NAS, der NICHT wie eine Synology aussieht und auch nicht so kostet? Der Beelink Me Pro packt JETZT zwei SATA-Bays, drei M.2-Slots und einen 5-GbE-Uplink in einen Würfel – und macht damit Druck auf die etablierten NAS-Hersteller.

HAMMER-HARDWARE: Sechs Storage-Slots in einer Faust

Der Me Pro ist kein klassisches NAS, sondern ein Mini-PC mit Storage-Schwerpunkt. Auf der Front-Klappe stecken zwei 2,5-Zoll-Bays – HDD oder SSD, beides fair gemischt. Innen warten drei M.2-NVMe-Slots auf schnelle Spiegel oder einen ZFS-Pool. Damit hat dein Würfel mehr Slots als ein Synology DS220+, kostet aber kaum mehr.

SO TICKT DER N150-CHIP

Im Inneren werkelt ein Intel N150 mit vier Kernen, ergänzt um 16 GB DDR4-RAM und einen 500-GB-NVMe-Boot. Das reicht für TrueNAS-Scale, ein paar Container und sogar einen kleinen Plex- oder Jellyfin-Stream mit Hardware-Transcoding. Wer mehr will, schraubt den RAM auf 32 GB hoch.

SCHOCK: Dual-Uplink standardmäßig

Der eigentliche Knaller: 5 GbE plus 2,5 GbE kommen ab Werk. Du sparst dir den USB-zu-2,5-GbE-Adapter, den dir Synology gerne andreht. Zwei Uplinks heißt: Backup-Pfad und Client-Pfad sind trennbar, oder du baust LACP zur Switch und verdoppelst die Bandbreite.

5 GbE FAIR genutzt

Übers 5-GbE-Kabel landen 100 GB in unter sechs Minuten auf den HDDs. Über 1 GbE bräuchtest du dafür mehr als 13 Minuten. Wer Zeit ist Geld kennt, weiß: das ist der Unterschied zwischen „läuft im Hintergrund“ und „blockiert deinen Abend“.

EXTRA-TIPP: TrueNAS Scale macht ihn richtig erwachsen

Ab Werk klebt Windows 11 auf dem NVMe – aber das willst du nicht. Brenne dir einen TrueNAS Scale 26-Stick (Beta erschien diese Woche), boote vom USB und installiere auf den Boot-NVMe. Die zwei SATA-Bays werden dein ZFS-Mirror, die drei M.2 werden Cache plus Apps-Pool.

FAZIT: Mini-Würfel mit Mut zur Lücke

Der Beelink Me Pro ist kein DSM-Killer – aber er ist die ehrliche Hardware-Antwort auf Synologys jüngste Drive-Politik. Wer flexibel bleiben will, bekommt hier sechs Storage-Slots und zwei schnelle Uplinks in einem Würfel, der unters Regal passt. Für den Preis einer DS224+ ohne Platten.

Häufige Fragen

Wie viel Speicher passt wirklich rein?
In die zwei 2,5-Zoll-Bays passen aktuell maximal 22 TB pro Bay (2× HDD oder 2× SATA-SSD). Dazu kommen drei M.2-NVMe-Slots, die jeweils bis zu 8 TB fassen. Macht in Summe rund 68 TB Brutto in einem Mini-Würfel – mehr als jede Synology DS220+ je geliefert hat.
Welche Software läuft drauf?
Beelink liefert Windows 11 vor – das wirfst du runter und installierst Unraid, TrueNAS Scale oder Proxmox VE. Mit Unraid bekommst du Docker-Apps, mit TrueNAS bekommst du ZFS, mit Proxmox bekommst du VMs plus LXC. Alles drei läuft sauber, weil der N-Series-Chipsatz frei nach Linux unterstützt wird.
Lohnt sich der Sprung von Synology?
Wenn du keine DSM-spezifischen Apps wie Synology Photos brauchst und 2× SATA dir reichen, bekommst du beim Beelink Me Pro mehr Hardware fürs Geld. Synology punktet weiter mit DSM-Komfort, der Beelink mit roher Flexibilität – und 5-GbE serienmäßig.
Wird das Ding heiß und laut?
Im Lab-Test bleibt der Würfel mit zwei drehenden HDDs unter 45 Grad – der Lüfter dreht hörbar, aber nicht schrill. Wer ihn neben dem Schreibtisch betreibt, sollte trotzdem Eco-Profil im BIOS aktivieren und HDDs auf 5400 RPM begrenzen.

Quellen: HotHardware-Review, TechRadar, MiniPCLab Mini-NAS-Vergleich 2026.

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