Ubiquiti hat zugeschlagen: Die UniFi Dream Machine Beast rollt als neue Hyperscale-Variante in die Cloud-Gateway-Serie. Mit 25 Gbps IPS/IDS, Platz für 7.500+ Clients und einem Arm-v9-Octa-Core spielt sie eine Liga über der UDM Pro Max — und liegt preislich bei 1.499 US-Dollar trotzdem unterhalb der Enterprise Fortress Gateway.
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HEFTIG: 1U Höhe, Hyperscale-Wumms!
Ubiquiti packt mit der UDM-Beast alles in 1 Höheneinheit, was vor zwei Generationen noch zwei oder drei Geräte gebraucht hätte. Die Eckdaten sind brutal: 25 Gigabit pro Sekunde Deep Packet Inspection, also ein voller IPS/IDS-Stack ohne dass dir das Gateway zum Flaschenhals wird. Daneben verkraftet die Box laut Hersteller bis zu 7.500 simultane Clients und 750+ Protect-Kameras. Damit zielt sie klar auf mittelständische Setups und ambitionierte Homelabs — Hauptsache 10G oder 25G im Rückgrat.
Das Herzstück ist ein Arm-v9-Octa-Core mit 2,1 GHz. Diese Architektur ist neu im UniFi-Lineup und liefert deutlich mehr Krypto-Durchsatz pro Watt als die alten ARM-Designs. Das spart Strom und drückt die Latenzen für VPN- und IPS-Operationen.
RICHTIG: Volle UniFi-Suite ohne Aufpreis!
Auf der Beast laufen Network, Protect, Access, Talk und Connect — die komplette UniFi Application Suite. Das ist der entscheidende Unterschied zur UDM Pro Max: Wer dort mehr als ein paar Kameras betreibt, stößt schnell an Grenzen. Die Beast hingegen schluckt 750+ Kameras in einer einzigen Konsole. Zusätzlich kannst du parallel Door-Reader, SIP-Telefonie und Site-to-Site-Verbindungen über die gleiche Box fahren.
Der spannende Teil für SMBs: Du sparst dir potenziell den separaten Protect-Server und das Talk-Gateway. In einem typischen 50-Mann-Büro mit 30 Kameras und VoIP reicht die Beast als Single-Box-Lösung — vorausgesetzt du bist mit dem Switch- und AP-Layer drumherum auch im UniFi-Universum.
UNGLAUBLICH: 1.499 Dollar für DIESES Paket!
Der Preis ist nüchtern betrachtet aggressiv. Ubiquiti positioniert die UDM-Beast bei 1.499 US-Dollar. Das liegt knapp oberhalb der UDM Pro Max — aber deutlich unter der Enterprise Fortress Gateway, die Richtung 4-stelliges Plus geht. Wer also bisher zwischen „Pro Max reicht eigentlich nicht“ und „EFG ist Overkill“ hing, hat jetzt einen klaren Mittelweg.
FÜR DEIN HOMELAB: lohnt sich das?
Ehrliche Antwort: Im klassischen Smart-Home oder Heimserver-Setup mit 1G-Internet und drei VLANs ist die Beast komplett überdimensioniert. Die UDM Pro oder eine Cloud Gateway Ultra* reicht da locker. Wer ganz klein einsteigt, fährt sogar mit der klassischen UniFi Dream Machine* noch entspannt — die Box bedient seit Jahren die Brot-und-Butter-Homelabs. Spannend wird die Beast erst, wenn du:
1. einen 10G- oder 25G-Uplink ins Internet hast (selten, aber wachsend),
2. mehrere VLANs mit voller IPS fährst,
3. ein dichtes Kamera-Netz mit 30+ Streams in 4K betreibst — etwa aus PoE-Modulen wie der UniFi Protect G6-Bullet* hochskaliert.
Für Webentwickler und Self-Hoster mit ernster Kundenbasis ist sie ein Traum-Upgrade. Für den 0815-Homelaber bleibt sie ein Status-Symbol.
FAZIT: Ubiquiti zielt auf den Mittelstand!
Mit der UDM-Beast schließt Ubiquiti eine Lücke, die im Lineup wirklich klaffte. Wer bisher zwischen Prosumer- und Enterprise-Klasse pendelte, bekommt jetzt eine 1U-Box mit echter Hyperscale-Leistung. Spannend wird, wann die ersten DACH-Reseller liefern können — und ob Ubiquiti die Beast später auch mit eingebautem PoE-Switch oder als POE+++-Variante nachschiebt.
Quellen
- Ubiquiti Blog: Introducing Dream Machine Beast
- UI-Store: Dream Machine Beast
- UniFi Tech Specs: UDM-Beast