Proxmox VE 9.1 neue Features 2026 – Upgrade-Guide und Homelab-Tipps

Proxmox VE 9.1: Neue Features, Upgrade-Guide & Homelab-Tipps 2026

Proxmox VE 9.1 neue Features machen 2026 die meistdiskutierte Virtualisierungsplattform der Homelab-Community noch leistungsfähiger. Mit Version 9.0 (August 2025) kam Debian 13, Kernel 6.14 und ZFS 2.3 mit RAIDZ-Expansion. Version 9.1 (November 2025) legt nach: OCI-Images für LXC, vTPM-Snapshots und verbessertes SDN-Monitoring runden das Paket ab.

TL;DR – Key Takeaways:
– Proxmox VE 9.0 brachte Debian 13 „Trixie“ und Linux Kernel 6.14
ZFS 2.3 ermöglicht endlich RAIDZ Expansion – Festplatten nachträglich hinzufügen ohne Datenverlust
– Proxmox VE 9.1 ergänzt OCI-Images für LXC-Container und vTPM in qcow2
– Upgrade von 8.x auf 9.1 ist möglich – unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt wie
– Empfehlungen: Mini-PCs, RAM und SSDs für dein Homelab

Was ist Proxmox VE 9.1?

Proxmox Virtual Environment (VE) ist eine Open-Source-Plattform zur Verwaltung von virtuellen Maschinen (KVM) und Containern (LXC) – kostenlos, quelloffen und mit einer starken Community. Proxmox VE 9.0 wurde am 5. August 2025 veröffentlicht und brachte das größte Basis-Upgrade seit Jahren. Am 19. November 2025 folgte Proxmox VE 9.1 mit weiteren wichtigen Verbesserungen.

Dieser Guide richtet sich an Homelab-Enthusiasten, IT-Administratoren und Self-Hoster, die ihren bestehenden Proxmox-8.x-Server upgraden oder ein neues System mit Proxmox 9.1 aufsetzen möchten.

Proxmox VE 9.1 neue Features im Überblick

1. Debian 13 „Trixie“ als Basis (neu in 9.0)

Proxmox VE 9.0 wechselte auf Debian 13 „Trixie“ als Unterbau. Das bedeutet: aktuellere Paketversionen, verbesserter Systemd 256+, neuere glibc und einen längeren Support-Zeitraum.

2. Linux Kernel 6.14 (neu in 9.0)

  • Verbesserte NVMe- und SATA-Treiber – schnellere I/O-Performance
  • Bessere ARM64-Unterstützung – relevant für Mini-PCs wie den Beelink EQ12 Pro
  • Neue CPU-Mitigations ohne signifikante Performance-Einbußen
  • Verbessertes Energiemanagement auf Intel N-Series und AMD-Prozessoren

3. ZFS 2.3 mit RAIDZ Expansion – Das Game-Changer-Feature (neu in 9.0)

Die wohl spannendste Neuerung für Homelab-Nutzer: ZFS 2.3 bringt das lange ersehnte Feature RAIDZ Expansion. Bisher war es nicht möglich, einem bestehenden RAIDZ-Array einfach eine weitere Festplatte hinzuzufügen. Das ist jetzt Geschichte:

# Beispiel: Disk zu bestehendem RAIDZ1-vdev hinzufügen
zpool attach mypool raidz1-0 /dev/sde

Wichtige Einschränkungen: Nur für RAIDZ1/2/3 (nicht Mirror), neue Disk muss mindestens so groß sein wie die kleinste vorhandene, und Expansion ist ein One-Way-Prozess.

4. OCI-Images für LXC-Container (neu in 9.1)

Proxmox VE 9.1 unterstützt jetzt Open Container Initiative (OCI) Images. Docker-kompatible Container-Images können direkt aus Registries (Docker Hub, GitHub Container Registry usw.) als LXC-Templates genutzt werden – kein manueller Download, kein Konvertieren.

5. vTPM-State in qcow2 (neu in 9.1)

VMs mit aktivem virtuellem TPM (vTPM) konnten bisher nicht vollständig als Snapshot gesichert werden. Mit Proxmox VE 9.1 wird der vTPM-State im qcow2-Format gespeichert – vollständige VM-Snapshots auch bei Windows 11 sind jetzt problemlos möglich.

6. SDN Fabrics & verbessertes SDN-Monitoring

SDN Fabrics (9.0) ermöglicht zentrale Verwaltung komplexer Multi-Node-Netzwerk-Topologien. Proxmox VE 9.1 ergänzt detailliertes SDN-Monitoring: Die Weboberfläche zeigt alle VMs und Container, die mit lokalen Bridges oder VNets verbunden sind.

7. HA Affinity Rules (neu in 9.0)

  • Positive Affinity: Bestimmte VMs sollen zusammen auf demselben Node laufen
  • Negative Affinity: Bestimmte VMs sollen nie auf demselben Node laufen

Schritt-für-Schritt: Proxmox 8 auf 9 upgraden

⚠️ Wichtiger Hinweis: Erstelle vor dem Upgrade immer ein vollständiges Backup aller VMs und Container!

Voraussetzungen

  • Proxmox VE 8.2 oder höher
  • Alle VMs und Container gesichert
  • Mindestens 5 GB freier Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk

Schritt 1: System vollständig updaten

apt update && apt full-upgrade -y
reboot

Schritt 2: Upgrade-Check durchführen

pve8to9 --full

Schritt 3: Repositories auf Proxmox VE 9 umstellen

# /etc/apt/sources.list.d/pve-install-repo.list:
deb http://download.proxmox.com/debian/pve trixie pve-no-subscription

# /etc/apt/sources.list:
deb http://ftp.debian.org/debian trixie main contrib
deb http://ftp.debian.org/debian trixie-updates main contrib
deb http://security.debian.org/debian-security trixie-security main contrib

Schritt 4: Upgrade durchführen

apt update
apt dist-upgrade -y

Schritt 5: Neustart und Prüfung

reboot
pveversion -v
# Erwartete Ausgabe: pve-manager/9.1.x (running kernel: 6.14.x-pve)

Schritt 6: ZFS-Pool prüfen (falls vorhanden)

zpool status
zpool upgrade mypool

Top 5 Homelab-Setups mit Proxmox 9.1

Setup 1: Der Einsteiger-Homelab-Server (Single Node)

Hardware: Mini-PC mit Intel N100, 32 GB RAM, 500 GB NVMe + 2x 2TB HDD (ZFS Mirror)
VMs: Home Assistant, Pi-hole, Nextcloud, Vaultwarden
Ideal für: Einsteiger, die alles auf einem Gerät laufen lassen möchten

Setup 2: Das NAS + Virtualisierung Combo

Hardware: Mini-Tower mit 4–8 HDD-Schächten, 64 GB ECC RAM
Storage: 4x 4TB HDD in ZFS RAIDZ1 (dank RAIDZ Expansion erweiterbar!)
Ideal für: Self-Hoster mit großem Speicherbedarf

Setup 3: Der 3-Node Proxmox Cluster (Homelab Pro)

Hardware: 3x identische Mini-PCs (Beelink EQ12 Pro), je 32 GB RAM, 1 TB NVMe
Features: HA Affinity Rules, SDN Fabrics, Ceph/NFS Shared Storage
Ideal für: Hochverfügbarkeit und Cluster-Experimente

Setup 4: Der Energie-effiziente Always-On Server

Hardware: Thin Client (HP t630) + Raspberry Pi 5 als Quorum-Device
Stromverbrauch: ca. 8–15 Watt im Leerlauf
Ideal für: Dienste, die 24/7 laufen müssen mit minimalem Stromverbrauch

Setup 5: Der GPU-Passthrough Gaming/AI-Server

Hardware: Desktop mit Core i7/i9 oder Ryzen 7/9, 64 GB RAM, NVIDIA RTX 4060
Features: GPU-Passthrough, IOMMU, LXC mit CUDA für AI-Workloads
Ideal für: Gaming-VMs und lokale KI-Modelle (Ollama, Stable Diffusion)

Empfohlene Hardware für Proxmox 9.1

GerätCPUMax. RAMTDPPreis-Leistung
Beelink EQ12 ProIntel N10032 GB DDR56W⭐⭐⭐⭐⭐
Minisforum MS-01Intel Core Ultra 596 GB DDR528W⭐⭐⭐⭐
GMKtec NucBox M5 PlusAMD Ryzen 7 5800H64 GB DDR445W⭐⭐⭐⭐

FAQ

Kann ich direkt von Proxmox VE 7.x auf 9.1 upgraden?

Nein, ein direkter Sprung von 7.x auf 9.1 wird nicht offiziell unterstützt. Upgrade zuerst auf Proxmox VE 8.2+, dann folge dem 8-auf-9-Guide.

Ist Proxmox VE 9.1 kostenlos?

Ja, Proxmox VE ist Open Source. Das no-subscription-Repository ermöglicht kostenlose Updates. Eine Subscription (ab ca. 95 €/Jahr) bietet Enterprise-Repositories und kommerziellen Support.

Was passiert mit meinen ZFS-Pools beim Upgrade?

Bestehende Pools bleiben erhalten. zpool upgrade auf die neue Feature-Version ist optional – erst durchführen, wenn alle Cluster-Nodes auf Proxmox 9.1 sind.

Kann ich mit Proxmox 9.1 Windows 11 als VM betreiben?

Ja! Dank vTPM-Support in qcow2 (neu in 9.1) können Windows-11-VMs jetzt auch vollständig gesnapshotte werden – inklusive TPM-State.

Laufen meine bestehenden LXC-Container weiterhin?

Ja, bestehende LXC-Container laufen weiterhin. Neu in 9.1: OCI-Images direkt aus Container-Registries verwenden.

Fazit

Proxmox VE 9.1 ist das bisher stärkste Release der Plattform. Die Kombination aus Debian 13, Kernel 6.14, ZFS 2.3 mit RAIDZ Expansion sowie den 9.1-Neuheiten (OCI-Images, vTPM-Snapshots, verbessertes SDN-Monitoring) macht es zur besten Wahl für Homelab-Setups in 2026. Für neue Installationen ist Proxmox VE 9.1 die klare Empfehlung – für bestehende 8.x-Installationen lohnt sich das Upgrade absolut.

Quellen: Proxmox VE 9.1 Press Release, Proxmox VE Upgrade Guide (offiziell), ServeTheHome, r/homelab

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